Mindestlohn

Aufzeichnungspflichten beim Mindestlohn
(Stand 19.08.2021)

Wichtiger Hinweis :

Seit dem 01.07.2021 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 9,60 Euro brutto pro Zeitstunde

Seit 1. Juli 2021 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 9,60 Euro brutto pro Zeitstunde deutschlandweit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sprechen Sie Ihren steuerlichen Berater zum Mindestlohn an, und lassen Sie sich beraten.

Eine ausführliche Zusammenfassung und Beschreibung der aktuellen Auflagen finden Sie auch bei der IHK Koblenz

Nach dem Gesetz sind Sie verpflichtet, Ihren Arbeitnehmern den Mindestlohn zu zahlen. Ausnahmen gibt es in Branchen, in denen die Tarifpartner bereits einen für allgemeinverbindlich erklärten Mindestlohn vereinbart haben, wie nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AentG), nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) oder nach dem Tarifvertragsgesetz. In diesen Branchen sind vorerst niedrigere Mindestlöhne möglich. Sind Sie davon betroffen, müssen Sie spätestens seit Januar 2018 den dann geltenden gesetzlichen Mindestlohn zahlen.

Besondere Sorgfalt ist bei der Beschäftigung von Minijobbern geboten, denn die Einführung des Mindestlohns hat erhebliche Auswirkungen auf deren Arbeitszeit: So dürfen Minijobber im Monat regelmäßig maximal 46,87 Stunden arbeiten, um nicht sozialversicherungspflichtig zu sein. Das heißt konkret:  Um genau 450 Euro zu verdienen und nicht unter die Sozialversicherungspflicht zu fallen, dürfen maximal 46,87 Stunden im Monat (450 Euro : 9,60 Euro) gearbeitet werden. 47 Stunden pro Monat wären demnach bereits zu viel (451,20 Euro).

In den drauf folgenden Monaten wird der Mindestlohn wie folgt weiter erhöht :

Seit dem 01.07.2021 : 9,60 Euro brutto je Zeitstunde
Ab dem 01.01.2022 : 9,82 Euro brutto je Zeitstunde
Ab dem 01.07.2022 : 10,45 Euro brutto je Zeitstunde

Das oben erwähnte Rechenbeispiel für die maximale Anzahl an Arbeitsstunden pro Monat muss dann entsprechend angepasst werden.

Wenden Sie sich an Ihren steuerlichen Berater um die jeweils aktuell geltenden Regeln zu besprechen.

Zudem sind für Minijobber, kurzfristig Beschäftigte und Arbeitnehmer in bestimmten Wirtschaftsbereichen (nach § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes) der Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit zu dokumentieren. Diese Dokumentation ist für mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Eine Vorlage zur Arbeitszeit-Dokumentation stellen wir Ihnen unten zur Verfügung:

Weiterführende Dokumente

(Vorlage zur Dokumentation der täglichen Arbeitszeit)

DATEV_Vorlage_zur_Dokumentation_der_taeglichen_Arbeitszeit.xls

DATEV_Vorlage_zur_Dokumentation_der_taeglichen_Arbeitszeit_selbstrechnend.xls

Weitere Unterstützungsangebote zum Mindestlohn finden Sie unter www.datev.de/mindestlohn

Die zum Download angebotenen Excel Dateien sind ein Service der DATEV eG und enthalten Makros!
Zur Nutzung als Vorlage ist es nicht notwendig Makros zu aktivieren!